Es gibt Siege, die kommen gefühlt aus dem Nichts. Und es gibt Siege, die sich anfühlen wie das logische Ende einer längeren Geschichte. Mein erster Platz beim ITSF 500 in Braunschweig gehört zur zweiten Sorte. Und genau das macht ihn für mich so wertvoll.

Aber von vorn. Ein ITSF 500 ist ein international ranglistenrelevantes Turnier, und dieses Wochenende hielt gleich zwei Wettbewerbe für mich bereit. Am Samstag das Doppel, am Sonntag das Einzel. Zwei Tage, zwei Formate – und zwei sehr unterschiedliche Arten, diesen Sport zu erleben.

Zu zweit beginnt das Wochenende

Den Anfang machte das Doppel an der Seite von Ulrike. Wer nur Einzel kennt, unterschätzt leicht, wie viel im Doppel zwischen den Zeilen passiert: das blinde Verständnis, das ständige Abstimmen, das gemeinsame Lösen von Situationen, für die im Einzel nur du verantwortlich bist. Mit Ulrike hat genau das funktioniert, und Platz 5 in einem stark besetzten Feld war ein schöner, verdienter Auftakt ins Wochenende


Im Einzel zählt der Moment

Der Sonntag gehörte dann dem Einzel – und damit dem Moment, auf den man im Sport so lange hinarbeitet. Im Einzel gibt es keine Partnerin, kein Team an der Stange, niemanden, der einen Fehler ausbügelt. Da bist nur du, der Tisch und die Entscheidungen, die du in den engen Momenten triffst. Genau diese Reduktion liebe ich. Und an diesem Sonntag ist alles aufgegangen: Platz 1. 🥇

Drei Turniere, ein roter Faden

Was diesen Sieg für mich aber erst rund macht, ist das, was davor lag. Braunschweig war bereits das dritte ITSF 500 in einer Reihe. In Hamburg wurde ich im Einzel Dritte, in Bonn ebenfalls Dritte – und nun in Braunschweig Erste. Drei Turniere, drei Mal auf dem Podium, Schritt für Schritt eine Stufe höher.

Diese Konstanz bedeutet mir fast mehr als das einzelne Ergebnis. Ein guter Tag kann jedem mal gelingen. Aber über mehrere Turniere hinweg vorn dabei zu sein, das gelingt nicht zufällig. Es ist das Ergebnis von Training, von Arbeit an der Technik und vor allem von Arbeit im Kopf. Denn im Wettkampf entscheidet selten das eine spektakuläre Tor. Es entscheidet die Fähigkeit, über viele Spiele hinweg ruhig, fokussiert und präsent zu bleiben – auch dann, wenn es eng wird.

Danke für den Support auf dem Weg

Und ehrlich: So ein Wochenende schafft man nicht allein. Ich bin unglaublich dankbar für all die Unterstützung auf dem Weg dorthin – für die Menschen, die mittrainieren, mitfiebern und mitreisen, für Ulrike als Doppelpartnerin und für alle, die diesen Sport mit mir teilen. Solche Erfolge feiert man nie für sich allein.

Braunschweig war ein guter Tag. Aber vor allem war es ein guter Schritt. Und ich freue mich schon darauf, was als Nächstes kommt. ⚽