Am 27. und 28. Juni habe ich in Warburg den ersten DTFB-Mentalworkshop zum Thema mentale Stärke im Tischfußball geleitet. Schon die Anmeldephase hat mich überrascht: Alle 16 Plätze waren binnen weniger Tage vergeben. Das hat mir noch einmal deutlich gezeigt, wie sehr sich unser Sport gerade weiterentwickelt – und wie viele von euch bereit sind, auch abseits von Technik und Taktik an sich zu arbeiten.
Warum mentale Arbeit im Tischfußball heute so viel ausmacht
Auf hohem Niveau liegen die Spielerinnen und Spieler technisch oft dicht beieinander. Was dann den Unterschied macht, ist selten noch die reine Schusstechnik – sondern viel öfter die Frage, wer in der entscheidenden Situation den Kopf freihält, wer sich selbst steuern kann und wer auch unter Druck klar kommuniziert. Genau um diese Fähigkeiten ging es bei uns in Warburg.
Für mich ist das kein kurzlebiger Trend. Ich sehe darin einen ganz natürlichen Schritt, den unser Sport gerade geht: weg von reiner Technikschulung, hin zu einem ganzheitlicheren Verständnis von Leistung.
Zwei Tage voller Übungen, Reflexion und ehrlicher Gespräche
Statt trockener Theorie haben wir gemeinsam an sehr konkreten, alltagsnahen Themen gearbeitet – zum Beispiel:
- Was passiert eigentlich in mir, wenn der Druck steigt?
- Wie hole ich meinen Fokus zurück, wenn er wegdriftet?
- Was hilft mir, in entscheidenden Momenten trotzdem handlungsfähig zu bleiben?
- Welche kleinen Rituale geben mir vor und während eines Spiels Halt?
- Was sage ich eigentlich zu mir selbst – und wie wirkt sich das auf mein Spiel aus?
Wir haben viel geübt, viel reflektiert und uns immer wieder in Kleingruppen ausgetauscht. Mir war wichtig, dass niemand nur zuhört, sondern jede und jeder mit eigenen Erfahrungen aus dem Wochenende geht – nicht mit einer Liste an Modellen, sondern mit etwas, das im eigenen Training und Wettkampf wirklich nutzbar ist.
Eine Atmosphäre, die von Stunde zu Stunde gewachsen ist
Der Moment, der mir am meisten in Erinnerung bleibt, hat wenig mit Inhalten zu tun und viel mit der Gruppe selbst. Am Anfang war eine gewisse Vorsicht spürbar – völlig verständlich, wenn sich 16 Menschen zum ersten Mal zu einem so persönlichen Thema zusammensetzen. Doch je länger der Workshop lief, desto mehr hat sich das gelegt.
Am Ende haben Teilnehmende ganz offen von eigenen Drucksituationen erzählt, sich gegenseitig Fragen gestellt und einander neue Blickwinkel auf ihr eigenes Spiel mitgegeben. Diese Entwicklung mitzuerleben – zu sehen, wie aus 16 Einzelpersonen innerhalb von zwei Tagen eine Gruppe mit echtem Vertrauen zueinander wurde – war für mich persönlich das Schönste am ganzen Wochenende. So etwas kann man als Workshopleiterin anstoßen, aber nicht erzwingen. Dass es trotzdem entstanden ist, hat mich richtig gefreut.
Der Kontakt bleibt bestehen
Ein Wochenende reicht nicht, um mentale Stärke wirklich zu verankern – das war mir von Anfang an klar. Deshalb gibt es neben den individuellen Umsetzungszielen in den kommenden Wochen jetzt auch eine gemeinsame Gruppe, über die die Teilnehmenden in Kontakt bleiben, sich bei Rückschlägen oder Fortschritten austauschen und sich gegenseitig daran erinnern können, was sie sich im Workshop vorgenommen haben. Mentale Arbeit ist für mich ein Prozess, kein einmaliger Impuls – und genau so soll es sich auch nach dem Workshop anfühlen.
Der nächste Termin: 08. und 09.08. wieder in Warburg
Weil die Nachfrage so groß war, geht es schon bald weiter: Der zweite Workshop „Mentale Stärke im Tischfußball“findet am 08. und 09. August wieder in Warburg statt. Wer Lust hat, sich zwei Tage lang intensiv mit Fokus, Drucksituationen und der eigenen mentalen Stärke zu beschäftigen, ist herzlich eingeladen.
Alle Infos und die Anmeldung findet ihr hier: dtfb.de/terminkalender
Parallel denke ich schon darüber nach, wie ich das Angebot in Zukunft weiter ausdifferenzieren kann – zum Beispiel mit einem gezielten Aufbau-Workshop.
Danke an alle, die dabei waren
Zum Schluss möchte ich mich bei allen 16 Teilnehmerinnen und Teilnehmern bedanken. Dass ihr euch auf ein komplett neues Format eingelassen habt, offen wart und euch gegenseitig vertraut habt, hat diesen Workshop für mich zu etwas Besonderem gemacht. Ich freue mich schon jetzt auf den nächsten Durchgang im August – und darauf, diesen Weg gemeinsam mit euch weiterzugehen.
Interesse am Workshop im August? Meldet euch gerne über den DTFB-Terminkalender an – ich freue mich auf euch!










